Bücher machen, 

Theater bauen,

 Geschichten erzählen 

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August-Macke-Schule Bonn,

Deutschland

Agrupamento de Escolas de Maximinos 

Braga, Portugal

Scoala Gimnaziala „Alexandru Stefulescu“ 

Targu-Jiu, Rumänien

Gymnasio Valtino Trikala 

Trikala, Griechenlan

Projektbeschreibung

Der Hintergrund dieses Projektes ist die Beobachtung, dass in den Partnerschulen aufgrund aktueller, aber auch mehrerer Jahre zurückliegender Bedingungen Unterricht und schulisches Lernen in heterogenen Umgebungen stattfinden. Die kulturellen, sozialen und sprachlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler sind geprägt von Diversität in qualitativer und quantitativer Hinsicht. Vielfach ändern sich Lerngruppen in ihrer Zusammensetzung und in ihrer Leistungsfähigkeit im Laufe von wenigen Monaten. Manchmal kennen die Kinder und Jugendlichen die Sachen und unterrichtlichen Gegenstände, können sie aber nicht benennen oder bekannte Zusammenhänge nicht darstellen; die Unterrichts- und Bildungssprache ist unterschiedlich gut ausgeprägt.

Erfahrungsgemäß sind ganzheitliche unterrichtliche und außerunterrichtliche Aktivitäten, die Elemente der formalen und nicht formalen Bildung nutzen, erfolgreich in der Aktivierung und Motivierung von Schülerinnen und Schülern in heterogenen Lerngruppen, wenn sie den einzelnen Individuen der Lerngruppen die Möglichkeit bieten je nach den eigenen Fähigkeiten und Vorkenntnissen einen Beitrag zum gemeinsamen Projekt zu leisten. Eine solche Möglichkeit bietet das Projekt „Bücher machen, Theater bauen, Geschichten erzählen“.

Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre kreativen und handwerklichen Fähigkeiten zu aktivieren und zu schulen, indem sie Papier schöpfen, mit selbst geschöpftem Papier und anderen Materialien Kulissen, Figuren und Szenarien entwerfen und bauen, indem sie aus Holz und Papier kleine Theater anfertigen, indem sie bereits vorhandene Geschichten mündlich wiedergeben, in der Herkunfts- bzw. Muttersprache aufschreiben oder Geschichten selber verfassen, diese ebenfalls aufschreiben und/oder spielen. Der Weg vom Beginn bis zum fertigen gemeinsamen Produkt, der Entwurf der Kulissen und Spielfiguren, die Choreografie sollen ebenso wie die gemeinsamen Lernprozesse digital begleitet und dokumentiert werden. Dabei sollen die Möglichkeiten und (technischen) Voraussetzungen der einzelnen Partnerschulen zum Tragen kommen.

 

 

Die Lehrenden und Lernenden der Partnerschulen stellen ihre Einrichtungen vor und erläutern die besonderen Vorzüge und möglichen Handicaps. Die Partner erstellen im Konsens ein gemeinsames Portfoliokonzept für die Einrichtungen, die beteiligten Lerngruppen und die lernenden Individuen. Sie lassen die Partner an ihren speziellen Ressourcen teilhaben, ordnen Unterrichtsfächer und Projektansätze den einzelnen Aktivitäten zu und laden sich gegenseitig zu den Werkstätten, Workshops und Unterrichtseinheiten ein. Die Werkstätten haben exemplarischen Charakter und sind darauf angelegt durch die Partner erprobt und modifiziert zu werden. Der ganzheitliche Charakter der Aktivitäten ist ein wichtiges Kriterium. Die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer erhalten die Möglichkeit, ihre eigenen interkulturellen Fähigkeiten und ihre Kreativität dem gemeinsamen Projektziel zur Verfügung zu stellen. Dabei soll neben der gemeinsamen Projektsprache (Englisch) und den Herkunftssprachen gerade die gemeinsame Sache, der produktive Prozess, zum Projektziel führen.

Produkte des Projektes sind die ganzheitlichen Unterrichtseinheiten und Projektaktivitäten, die sorgfältig dokumentiert werden, sind die Bücher, die Szenarien und kleinen Theater.

Das methodische Vorgehen, Unterricht als Werkstatt ganzheitlich zu gestalten, kann mithilfe der hergestellten Produkte, der Digitalisierung und Dokumentation in den Einrichtungen selbst und darüber hinaus in Schulen und Institutionen, die ähnliche Bedingungen aufweisen, verteilt werden.